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An seinem 90. Geburtstag richtete Mikis Theodorakis einen eindringlichen Appell an die griechische Regierung, das Volk und die Weltöffentlichkeit, der von zahlreichen hochrangigen Persönlichkeiten mitunterzeichnet wurde.

 

Am 5. Juli hat das griechische Volk mit überwältigender Mehrheit das Ultimatum der Gläubiger abgelehnt, die sich wie unbarmherzige Kolonialherren und Vernichter unseres Landes benehmen. Das Volk hat das Ende der Memoranden der Zerstörung und Plünderung des Landes, der Kolonisierung Griechenlands gefordert, die im Mai 2010 begonnen hat.

 Dieses Nein, das die ganze Menschheit überrascht hat, wurde unter den schwierigsten Umständen gegeben, unter einem Terror, der von fast allen Medien verbreitet wurde, begleitet von Drohungen und Erpressungen seitens der stärksten internationalen Kräfte und einem im Entstehen begriffenen Wirtschaftskrieg, der zur Schließung der Banken geführt hat. Dieses Nein ist vergleichbar mit den großen Nein in unserer Geschichte, wie denen von 1821, 1940, 1941-1944 und vielen andern, mit denen das griechische Volk seine Würde, seine Kultur und die fundamentalen moralischen Bedingungen seiner Existenz als einer strukturierten Nation bewahrt hat.

Nach den Grundprinzipien unserer Verfassung, hat dieses Nein den Vorrang gegenüber allen Entscheidungen der Regierung und des Parlaments. Alle griechischen und europäischen staatlichen Institutionen müssen es respektieren, umso mehr als sich absolut nichts geändert hat gegenüber den Bedingungen, die am 5. Juli vorherrschten. (Wenn etwas geschehen ist, so dies, dass die Auflagen der Gläubiger sich für das griechische Volk noch verschlechtert haben).

Das Ergebnis eines Referendums kann sich nur durch ein anderes Referendum ändern. Die Einhaltung dieser Regeln, der Respekt vor dem direkten Ausdruck des griechischen Volkswillens und vor dem Wesen unserer Regierung sind nicht nur eine rechtliche und eine schwerwiegende politische und wirtschaftliche Frage. Sie sind die wichtigste Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Demokratie in Griechenland und in Europa. Dies ist der einzige Weg, um den Frieden in der griechischen Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

Es ist auch der einzige Weg, um unser moralisches und materielles Überleben abzusichern, und der einzige Weg für Griechenland, als soziale, politische und kulturelle Identität zu überleben. In den letzten fünf Jahren hat sich auf die absoluteste und tragischste Weise bestätigt, dass die dem griechischen Volk auferlegten Programme der Troika (EU, EZB und IWF) (dies mit der Einwilligung der griechischen Regierungen, die massiv die Verfassung, den Willen der Wähler, das europäische Recht und das Völkerrecht verletzt haben), zu nichts anderem geführt haben als zur größten wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe, die seit 1945 in Europa stattgefunden hat. Diese Programme ermorden unser Land!

Die Fortführung dieser Programme in einem Land, das bereits eine beispiellose Zerstörung erlitten hat, führt zu seinem völligen Zerfall und seiner Demontage auf allen Ebenen. Selbst diejenigen, die im Parlament für die unmenschlichen Maßnahmen gestimmt haben, die von der letzten "Vereinbarung" verhängt wurden und eindeutig illegal und verfassungswidrig sind, konnten nicht einen einzigen überzeugenden Vorteil aufzählen. Ihr einziges Argument ist, dass "wir keine Alternative haben, dass wir uns beugen müssen, dass wir uns ergeben müssen". Im Grunde genommen, fragt man uns als Land und als Volk, Selbstmord zu begehen.

Das griechische Volk, alle griechischen Bürger und die öffentliche Meinung der Welt haben  fassungslos die Entwicklung der Ereignisse nach dem Referendum verfolgt. Auch heute noch ist es für den menschlichen Geist schwer zu verstehen, wieso eine Regierung, die ein überwältigendes Mandat des griechischen Volkes beantragt und erhalten hat, kaum war die Befragung abgeschlossen, praktisch begonnen hat, so zu tun, als ob sich das Ja durchgesetzt hätte. Es ist schwer zu verstehen, dass nur fünf Tage später, ohne dass etwas an den vor dem 5. Juli vorherrschenden Bedingungen geändert worden wäre, sie sich über das entwürdigende Verfahren geeinigt hat: eine für Griechenland erniedrigende und verheerende "Vereinbarung". So hat sie es denn auch nicht gewagt, diese "Vereinbarung" dem Parlament zur Genehmigung vorzulegen, wie es in der Verfassung vorgesehen ist. Hingegen hat sie ein Gesetz verabschieden lassen, das sie "Vereinbarung" nennt, genauso wie dies die damalige Regierung Mai 2010 getan hat und dann "Memorandum" genannt hat. Die Demütigung Griechenlands und die Missachtung der Verfassung wurden symbolisch vollendet mit der Veröffentlichung im Amtsblatt des Gesetzes über die vom Parlament verabschiedeten Maßnahmen: über diesem steht zwar der Name des Präsidenten der Republik, es trägt aber nicht seine Unterschrift. Es ist demnach ein Gesetz, das nicht vom Parlament verabschiedet worden ist und als Inhalt den Text der "Vereinbarung auf Englisch und Griechisch" hat, ein Gesetz, das, so scheint es, im Auftrag einer höheren Macht veröffentlicht worden ist.

Bemüht zu rechtfertigen, was nicht zu rechtfertigen ist, und diese ovidische Metamorphose zu erklären, ist die Regierung nun zum wichtigsten Propagandisten aller Argumente des Ja geworden. Sie selbst hat Angst und Panik in die Köpfe der griechischen Bürger eingebläut. Sie hat das Prestige, das ihr ihre Anti-Memorandum Stellungnahme in der jüngsten Vergangenheit gab, aber auch das Prestige einer einst heroisch kämpfenden Linken, in den Dienst jener Mächte gestellt, die die Moral des griechischen Volkes brechen wollen, die es davon überzeugen wollen, dass der Staat völlig hilflos ist, dass er nichts anderes tun kann als die Souveränität der Nation und des Volkes ohne Widerstand den Gläubigern auszuliefern, in der Hoffnung, dass diese Mitleid zeigen werden. Aber nicht einmal mehr Mitleid gibt es noch, das haben die Griechen gelernt, da dieses sie die Demontage des Landes in den letzten fünf Jahren gekostet hat.

Was die Regierung heute sagt, das haben die Politiker und die bankrotten Parteien, die die historische Verantwortung für die Zerstörung und Versklavung Griechenlands tragen, vor dem Referendum gesagt. Die Griechen haben es ignoriert und der Regierung das Nein geschenkt, um das sie es gebeten hatte, aber man weiß nicht, ob sie es gewollt hat. Die Tatsache aber, dass selbst "das Oberhaupt" der Memorandum-Gegner solche Argumente wiederholt, verbreitet  Angst, Zweifel und Verwirrung bei der Mehrheit der griechischen Bürger. Zu den unmittelbaren materiellen und objektiven Ergebnissen der Kapitulation kommen der moralische Verfall der Nation, der Zusammenbruch seiner Moral, seines Vertrauen und seines Selbstwertgefühls noch hinzu!

Natürlich sagt der Ministerpräsident, genau wie seine Vorgänger: "Es gibt keine Alternative, wir können nichts tun." Das stimmt nicht. Ein solches Argument wäre nun glaubhaft, wenn er im Kampf für die Verteidigung der Souveränität seines Landes, der Demokratie, der Menschenrechte, alle Waffen benützt hätte, die Griechenland zur Verfügung stehen, Waffen, die aber nicht gebraucht, ja sogar sorgfältig verborgen wurden. Es gibt immer eine Alternative, wenn man ein entschlossenes Volk hinter sich hat! Und überhaupt, die Ersten, die  die Verantwortung und die Macht haben, um die Verteidigung unseres Landes und seiner Menschen auszurichten, die mit einen Angriff und einem Krieg konfrontiert sind – und die Griechen und ihr Staat sind seit fünf Jahren einem Angriff und einem Krieg ausgesetzt – sind der Premierminister selbst und seine Regierung. Sie müssen ermutigen und dürfen keine Panik erzeugen. Sie müssen alle verfügbaren Mittel in den Dienst des in seinem Bestehen bedrohten Staates und seiner Menschen stellen. Und schon gar nicht den Rückzug des Volkes und des Staates in die Angst befehligen, wenn der Feind angreift!

Übrigens, warum haben der Ministerpräsident und die politischen Parteien an der Macht seit  zweieinhalb Jahren, seit der Wahl von 2012 bis zur Wahl von 2015, sich nicht auf die Wahrscheinlichkeit eines Konfliktes mit den Gläubigern vorbereitet? Warum haben sie es nicht einmal getan, als klar wurde, dass nichts aus den Verhandlungen hervorgehen würde? Warum haben sie die Reserven des Staates ausgegeben, um fünf Monate lang eine Parodie von "Verhandlungen" durchzuführen? Warum haben sie das griechische Volk vor und nach den Wahlen getäuscht und beruhigt, anstatt es auf den Konflikt vorzubereiten? Warum haben sie nicht versucht, eine internationale Finanzhilfe außerhalb der EU zu beantragen, und warum lehnen sie eine solche in ihren Aussagen ständig ab? Wem schenkten sie so viel Vertrauen? Warum genau bedanken sie sich jetzt bei den Vereinigten Staaten? Dies sind einige Fragen nebst vielen andern, die ihnen die Menschen und die Geschichte unweigerlich stellen.

Wir rufen das griechische Volk in diesen tragischen Stunden unserer Geschichte auf, die Arme nicht fallen zu lassen, seinen Mut und sein Urteilsvermögen nicht zu verlieren. Nicht zuzulassen, dass man ihm sein Selbstvertrauen und sein Selbstwertgefühl nimmt, das Vertrauen in seine Stärke, die es in der Geschichte so oft unter Beweis gestellt hat. Nicht nachzugeben.

Unsere Väter und Mütter, unsere Großväter und Großmütter haben die deutsche Besatzung erlebt. Sie haben 1941 Hunger durchlebt. Aber sie haben überlebt, sie haben Widerstand geleistet und den Besatzer besiegt. So wird es auch jetzt sein.

Wir fordern die griechischen Bürger auf, sich zu organisieren und zu kämpfen, ohne noch einen Augenblick zu verlieren, um den Schwachen zu helfen, um Hunger, Krankheit, Elend entgegenzutreten und so die Würde der Menschen zu unterstützen. Denjenigen zuerst zu helfen, die keinen Strom zu Hause haben, die kein Dach mehr über dem Kopf haben, die nicht an die Medikamente herankommen, die sie benötigen!

Wir fordern die griechischen Bürger auf, nicht durch das dritte und schlechteste Memorandum die grundlegendsten Funktionen der Gesellschaft und des Staates zerstören zu lassen.

Wir fordern sie auf, den neuen, gegen die Bevölkerung verhängten Maßnahmen zu widerstehen, wo und wie sie können. Dieses Land ist unseres. Wir werden es nicht aufgeben.

Wir appellieren an das griechische Volk, die schmerzhaften, aber notwendigen Lehren aus seiner bitteren Erfahrung zu ziehen und eine ernsthafte und zuverlässige Widerstandsfront aufzubauen, vor allem nicht blind den improvisierten Rettern, Abenteurern und Opportunisten zu vertrauen. Es gibt heute keine größere Pflicht der Nation und des Volkes, als dem Darlehens-Plan ein Ende zu setzen, um die völlige Katastrophe und die Knechtung des Landes zu verhindern. Es wäre wünschenswert, dass dieser Abbruch gemeinsam mit den anderen Ländern der Europäischen Union vereinbart wird. Wenn dies nicht möglich ist, müssen er einseitig erfolgen. Wir haben weder eine andere Lösungsmöglichkeit, noch den Luxus neuer Illusionen! Es gibt keinen anderen Weg, um Griechenland aus der totalen Katastrophe zu retten, als es mit den Kräften zu retten, die in der Lage sind, sein soziales Gefüge und den wertvollsten Schatz zu bewahren, den wir haben, nämlich das lebendige Kapital, das die Jugend darstellt und das unser Land dabei ist zu verlieren, da diese auf dem Weg in die Emigration ist.

Um das tun zu können, muss sich das griechische Volk einhellig mobilisieren, ohne Egoismus oder politisches Clan-Denken, ohne billige Slogans und ohne Opportunismus. Wir müssen Hilfen und Allianzen unterschiedslos auf der ganzen Welt suchen. Wir brauchen Mut, Selbstverleugnung und Ernsthaftigkeit. Wir wurden durch billige Parolen, politischen Tribalismus, durch inhaltslose Großmäuler, Abenteurer, opportunistische Ausbeuter der Tragödie unseres Volkes zerstört. Wir brauchen eine wissenschaftlich angemessene Verwaltung der  Alternativen, eine offene und ernsthafte Diskussion in der griechischen Gesellschaft und mit den Griechen im Ausland über die Lösungen, die wir haben, um als Nation voranzukommen.

David kann Goliath zu besiegen. Aber er muss ernster, disziplinierter und kluger sein als Goliath. Heute bezahlt das griechische Volk sehr teuer, den höchsten Preis, wie so oft schon in der Geschichte, weil die angeblichen Anti-Memorandum-Kräfte und die beiden regierenden Parteien, gerade weil sie den Stopp der Politik der Memoranden versprochen hatten, ihre Pflicht nicht getan haben, nicht vorbereitet waren und die Bevölkerung nicht vorbereitet haben. Vielmehr haben sie sich, weil sie oft durch den Geist des Opportunismus und durch ihre politische Partei motiviert waren, auf die Zusicherungen und Ratschläge ausländischen Gremien verlassen, die immer wieder im Laufe unserer Geschichte gezeigt haben, dass sie nicht unsere Freunde sind.

Unser Land wurde dann nicht bedroht, wenn das Volk, wie ein Mann geeint, für Unabhängigkeit und Wohlstand kämpfte. Es wurde aber schon immer bedroht und oft zerstört, wenn die ausländischen Mächte, die  es unterjochen wollten, die Überhand bekamen.

Wir fordern insbesondere jene sozialen Schichten auf, die es in diesen Krisenzeiten geschafft haben, einiges Ersparnisse zu behalten und für einen gewissen materiellen Komfort und für ihre Sicherheit zu sorgen, sich bewusst zu werden, dass man mit ihrer Angst spielt, was einen  Konflikt bedeuten könnte, ohne dass man ihnen sagt, was geschehen wird, wenn das Land weiterhin auf diesem Weg verweilt. Gewiss: jeder defensive Position, jeder Widerstand,  jeder Kampf ist ein Konflikt mit den mächtigen Kräften der Zerstörung und der Versklavung. Gewiss: jeder Konflikt trägt in sich Gefahren für die Kämpfer. Aber es gibt in der Geschichte  Augenblicke, in denen der Konflikt notwendig ist, um das Land, die Menschen, die Kultur und die künftigen Generationen zu retten. Um den Wert und die Würde des Menschen zu retten. In jedem klaren Kampf, stopfen sich die Kämpfer ihre Ohren zu vor den angenehmen und den erschreckenden Rufen der Sirenen des Eroberers.

Eine der unmenschlichsten Waffen, die nun von allen Arten von Eroberern verwendet wird, ist die "geordnete Insolvenz", die gemeinhin als "solidarische Hilfe" bezeichnet wird. Es ist dies eine der unmenschlichsten Waffen, weil sie ein Volk und die zukünftigen Generationen völlig erdrückt. Diese Waffe, die seit 2010 gegen das griechische Volk gebraucht wird, führt zum völligen Verschwinden von Griechenland als Nationalstaat, als Gesellschaft, als geschichtliche und kulturelle Identität, zusammen mit den zukünftigen Generationen. Es ist dieser Bankrott, der uns heute auferlegt wird, ist der, den wir erleben, und er ist es, den unser jetziger politische Leiter mit unseren Gläubigern fortzusetzen und zu verewigen vereinbart hat. Das griechische Volk darf das nicht zulassen.

Wenn die Gläubiger  gewinnen, heimsen sie alles ein, auch von denen, die noch etwas haben. Das einzige, was Frau Merkel nicht versucht hat, in unserem Land auszuwerten, ist die Institution der Sklaverei. Gewiss, das ist wohl so, weil es ihr gelungen ist, uns deren "Äquivalenzen" aufzuoktroyieren. Diejenigen, die einen Teil ihrer Ersparnisse und ihren Schweiß, diejenigen Griechen, die Unternehmen haben, kleine, mittlere oder große, sollten wissen, dass diese ihren Händen entgleiten werden, dass das Ziel der Gläubiger ist, sie, ebenso wie den Gesamtmarkt, in die Hände der multinationalen Unternehmen und des spekulativen Finanzkapitals zu geben.

Die Anwendung dieser Vereinbarung, die uns aufgezwungen wurde und die darüber hinaus von einer für die Linke sprechenden Regierung umgesetzt wird, empfiehlt die völlige Dominanz des Neoliberalismus in seiner extremsten Form. Sie empfiehlt die vollständige Abschaffung der Sozial- und Arbeitsrechte, die Verschlechterung des bereits leidenden Mittelstands, die Vernichtung der Bauern und der Arbeitslosen.

Der Schutz der Wohlfahrtsstaat und der Arbeits- und Sozialrechte, die wirtschaftliche und soziale Umverteilung sind kein Luxus. Sie sind die absolute Bedingung, die wichtigste Voraussetzung für die Rettung des Landes. Nation, Heimat sind keine abstrakten Begriffe, sie identifizieren sich mit dem wahren, dem dynamischen griechischen Volk, das hart arbeitet und kämpft. Eine Nation und ein Land können nicht ohne ihr Volk und ohne Würde bestehen. Griechenland kann, natürlich, nicht mit einer Oligarchie identifiziert werden, die eng mit ausländischen Interessen verbunden ist.

Die Abtretung der staatlichen Souveränität an die Vertreter der Eurozone und des IWF ist dort, wo sich die "Elite" des lokalen mit dem internationalen Finanzkapital zusammenkommt. Das ist der Plan zur Abgabe des öffentlichen Besitzes an die Gläubiger, aber auch des Privateigentums der Griechen, ihres Banksystems, ihres Hauptwohnsitzes, dessen Schutz bereits aufgehoben ist, und sogar des Ackerlands der Bauern. Das ist der Plan zur vollständigen Verarmung, zur Verelendung und Unterdrückung des griechischen Volkes.

Wir glauben, dass der Stolz und der Patriotismus der Griechen die tiefe Enttäuschung und Entmutigung überwinden werden, die wir jetzt alle berechtigt sind zu fühlen. Die Gläubiger sind in der Tat so gnadenlos, dass sie uns keinen Spielraum lassen, wenn wir als Einzelne und als Volk überleben wollen.

Wir appellieren an alle Völker der Welt und laden sie ein, sich bewusst zu werden, dass unser Kampf der ihre ist. Zu verstehen, welche Kräfte es sind, mit denen wir es zu tun haben, die Griechenland als Versuchskaninchen ausgewählt haben.

Wir fordern vor allem die Europäer auf, die die Griechen während der dunklen Zeit der Militärdiktatur unterstützt haben, und bitten sie, jetzt zu verhindern, dass es zum Staatsstreich ihrer Regierungen kommt, zusammen mit dem IWF und der EZB und unter der Leitung des internationalen Finanzkapitals, die heute die Diktatur der Gläubiger in Griechenland und morgen in Europa durchzusetzen wollen!

Die Kräfte, die ein Land der Europäischen Union in eine Art von Irak oder Libyen mittels "ökonomischer Bombardierung" verwandelt haben, werden, falls man sie beibehält, schließlich nicht nur Griechenland zerstören, sondern die gesamte Menschheit. Mit Blick auf den neuen Totalitarismus der "Märkte", einen Totalitarismus, der ähnlich dem der 1930er und 1940er Jahre ist, wenn nicht gefährlicher als dieser, haben wir keine andere Wahl, als uns zu vereinigen und zu kämpfen. Wir müssen es jetzt tun. Morgen kann es zu spät für ganz Europa, für die ganze Menschheit sein.

Griechenland wird siegen, die Demokratie wird siegen, das demokratische Europa wird siegen!

Athen, den 29. Juli 2015

Mikis Theodorakis

Venios Angelopoulos, emeritierter Professor der Mathematik, Nationale Polytechnische Schule Athen, Mitglied des Zentralkomitees von SYRIZA

Dr. Yiorgos Vihas, Arzt, Mitglied der Verwaltung der Ärztekammer von Athen, einer der Schöpfer der Sozialmedizin-Bewegung in Griechenland

Kleanthis Grivas, Psychiater und Schriftsteller

Katerina Thanopoulou, Vizepräsidentin der Regionalverwaltung von Attika (dem wichtigsten Stadtgebiet im Großraum Athen), zuständig für die Sozialpolitik, Mitglied des Zentralkomitees von SYRIZA

Kostas Karaiskos, Herausgeber der Zeitung Antifonitis in Thrazien

George Kasimatis, emeritierter Professor für Verfassungsrecht, Universität Athen, Gründungsmitglied und Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung für Verfassungsrecht, Rechtsberater von PM Andreas Papandreou

Pater Andreas Kefaloyiannis, aus der historischen Stadt Anogia auf Kreta (Kreta, Wiege der Revolutionen und Widerstand gegen die Nazis während der Besatzung)

Yannis Kimpouropoulos, Journalist

Kouvélakis Stathis, Professor für Politikwissenschaft, Kings College, London, Mitglied des Zentralkomitees von SYRIZA

Nikos Koutsou, Parlamentsmitglied für Famagusta, einer der beiden zypriotischen Abgeordneten, die am Ende gegen die Gesetze zur Legalisierung des finanziellen Coup auf Zypern im Jahr 2013 gestimmt haben

Marios Kritikos, Vizepräsident des Generalrats von ADEDY (Union der griechischen Beamten)

Dimitris Konstantakopoulos, Journalist und Schriftsteller, Koordinator der "Delphi-Initiative", Mitglied des Editorial Board der internationalen Zeitschrift für Autogestion Kritische Utopie

Lefteris Konstantinides, PAK Executive Officer, einer der wichtigsten Formationen der Widerstand während der Militärdiktatur (1967-1974), ehemaliges Mitglied der PASOK

Spyros Lavdiotis, Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller, ehemaliger hochrangiger Beamter der Central Bank of Canada

Yannis Mavros, Mitglied des Nationalen Rates für den Rechtsanspruch auf Schuldenzahlung von Deutschland an Griechenland

Yiorgos Moustakis, Regisseur

Dimitris Bellantis, Anwalt, Arzt für Verfassungsrecht, Mitglied des Zentralkomitees von SYRIZA

Maria Negreponti-Delivanis, Wirtschaftswissenschaftlerin (Sorbonne) Staatsdoktorat, dreimal gewählte Dekanin der Universität von Mazedonien, Thessaloniki

Panagiotis Pantelides, Wirtschaftler und Forscher

Dimitris Patelis, Philosophieprofessor, Polytechnikum Kreta

James Petras, emeritierter Professor für Soziologie an der Binghamton University, New York, ehemaliger Berater des PM Andreas Papandreou, ehemaliger Direktor des Instituts für Mittelmeerstudien in Athen, Berater von verschiedenen Staatschefs und von lateinamerikanischen Bewegungen

Eleni Portaliou, Architekturprofessorin an der Nationalen Polytechnischen Schule von Athen, Mitglied des Zentralkomitees von SYRIZA

Stathis (= Stathis Stavropoulos), Zeichner

Themos Stoforopoulos,  Botschafter

Μihalis Stylianou, Journalist, Leiter der griechischen Ausgabe des französischen Fernsehens ORTF während der griechischen Militärdiktatur

Yannis Schizas, Schriftsteller

Fotis Terzakis, Schriftsteller

Maria Fragiadaki, Mitglied des Zentralkomitees von SYRIZA, ehemaliger Offizier der GSEE (General Konföderation der Arbeiter aus Griechenland)

Stathis Habibis, Physiker

 

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